"Alpen in Bewegung" – der Verein zum Schutz der Bergwelt setzt ein Zeichen am alpenweiten Aktionstag

Am 29.8. fand erstmals der alpenweite CIPRA-Aktionstag „Alpen in Bewegung“ statt, bei dem sich Akteur:innen im Alpenschutz aus dem gesamten Alpenbogen zusammenschließen und gemeinsam ein Zeichen für den Alpenschutz setzen. Für Deutschland veranstaltete der Verein zum Schutz der Bergwelt eine Exkursion am Wendelstein geführt von Dr. Sabine Rösler.

Bei unserer Bergab-Wanderung vom Wendelstein-Gipfel ging es um die Höhengrenzen einzelner Baumarten. Dr. Sabine Rösler erklärt, ob Bäume in den Hochlagen vorkommen können, hängt davon ab, ob sie Holz durch Zellwachstum bilden können, was wiederum von den Temperaturen und der Dauer des kurzen Bergsommers abhängt. Aufgrund der Erwärmung seit Mitte des 19. Jahrhunderts (Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um 2,3 °C) sind die Isothermen in den Bayerischen Alpen rechnerisch um fast 500 Höhenmeter höhergestiegen. Im Forschungsprojekt BAYSICS, bei dem Dr. Sabine Rösler mitgearbeitet hat, wurden die aktuellen Höhengrenzen verschiedener Baumarten mit historischen Daten aus der Mitte des 19.Jahrhunderts (Sendtner 1854) verglichen. Ergebnis war ein Anstieg bei fast allen Baumarten, wobei keine der untersuchten Arten einen Anstieg um 500 Höhenmeter erreicht hat. Am stärksten sind Baumarten angestiegen, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im montanen Bergmischwald haben, insbesondere Laubbaum-Arten wie Eberesche und Bergahorn.

Ein großer Dank geht an den VzSB und Sabine Rösler für die tolle Aktion!